nach 40 Jahren gefunden

nach 40 Jahren gefunden

💕😢💕 Nach über 40 Jahren haben wir den kleinen Ronald gesund und lebend wiedergefunden 💕😢💕

Ronald wurde Mitte der 70er Jahre in der Haftanstalt Halle Roter Ochse geboren. Von seiner damals 26 jährigen Mutter Hannelore, ohne adäquate medizinische Versorgung, in einer mehrpersonen Zelle im Waschraum, auf kalten Fliesen. 2 Insassinen und eine Schließerin/Wärterin waren anwesend als der kleine Junge per sturzgeburt zur Welt kam. Hannelores wurde damals wegen gemeinschaftlich geplanter Republikflucht mit 4 Weiteren verhaftet und zu 2 Jahren verurteilt, da war sie bereits im 4 Monat schwanger.

Warum sie während der Niederkunft nicht auf die Krankenstation kam, wurde ihr erst Jahrzehnte später klar. Nachdem ihr kleiner Junge, den sie gerademal wenige Minuten im Arm hatte, mit der Schliesserin verschwand wurde sie erst 2 Stunden später auf die Krankenstation gebracht, mit hohem Fieber. Man erklärte ihr, das Kind wäre tragischerweise aufgrund von Lungenfunktionsstörungen verstorben, erstickt. Weder eine Geburtsurkunde noch eine Sterbeurkunde oder ein Totenschein hat sie je erhalten, trotz ständiger Nachfragen. Nur wenige Wochen später wurde sie plötzlich freigekauft bzw. abgeschoben in die Bundesrepublik, wo sie nach langer Therapie wieder fuss fasste, einen Beruf erlernte und eine neue Familie mit 4 Kindern gründete. Doch vergessen hat sie ihren kleinen Sohn nie. 😢😢😢

Im Oktober 2018 wurde Sie aufgrund eines Videos, das Freunde ihr zeigten, indem meine Ehefrau Petra Szameit zur Haft in der DDR ein Statement gab aufmerksam und wandte sich an uns und unsere Gruppe Seelenschmerz. Meine Frau saß zeitgleich mit ihr in Halle ein. Wir nahmen uns dem Schicksal dieser leidenden Frau und Mutter an.

Dank unserer 📍HELPING ANGELS📍 bekamen wir recht schnell Einblick in alte Haftunterlagen, die Stasiakte die schon vorhanden war und Krankenunterlagen ZMD. Der Verdacht das es hier um eine Zwangsadoption ging erhärtete sich rasch. Unsere Detektei konnte aufgrund präziser Angaben der Mutter und anderer Zeitzeugen die damals involvierte Mitarbeiterin der Haftanstalt ausfindig machen und unter Zusicherung der Schutz und Verschwiegenheitsklausel, welche vertraglich zugesichert wurde und einer Aufwandsentschädigung von 1.500,00 €, erhielten wir konkrete Namen die zu den Adoptiveltern führten.

Wir hatten das Glück, dass das Geburtsdatum des Kindes nie verändert wurde und es war ein leichtes den Sohn zu ermitteln. Seit Dienstag den 08.01.19 bestehen Kontakte zwischen Mutter /Kind und uns.

Der heute über 40 jährige Sohn war lange schon im Bilde, dass er Adoptiert wurde, doch war keine Spur zur Mutter zu finden. Von den Umständen seiner Geburt erfuhr er erst jetzt. Das niedliche Kinderbild hat er uns mit größtem Dank zur Verfügung gestellt, unter Wahrung seiner Persönlichkeitsrechte.

Wir sind zutiefst Bewegt und werden das erste Treffen, welches im März geplant ist, begleiten und danken den Beteiligten für das Große Vertrauen.

Samira Szameit
Petra Szameit
& das Team v.
Samiras-Gruppe Seelenschmerz ❤️

Über den Autor

Samira

Samira editor

- Gründerin 2016 - Administratorin - Helping Angel